deep pictures im Seminarkontext – Reflektionen anregen

In meiner Arbeit als Trainer finde ich mich oft in der Situation, die Teilnehmer zum Reflektieren anzuregen – dabei können die deep pictures ein nützliches Werkzeug sein.

  • Ziel: Individuelle Reflektion der Teilnehmenden anregen, optional um ihre Gefühlslage oder Lernpunkte mit der Gruppe zu teilen
  • Dauer: 10 – 30 Minuten
  • Teilnehmendenzahl: 3 – 30
Optional: Anmoderation und Bereitstellen von Kontext

Angenommen, wir befinden uns am Ende einer Training Session oder des gesamten Seminartages. Als Trainer oder Moderator lade ich die Teilnehmenden ein, im Stuhlkreis oder gar auf dem Boden zusammenzukommen. Eventuell führe ich mit ruhiger Stimme nochmals durch die einzelnen Themen oder Tagesordnungspunkte, um Erinnerung und Reflektion anzuregen.

Teilnehmende reflektieren und suchen sich “ihre” passende Karte aus

Nun (oder bereits früher) werden die deep pictures auf dem Boden im Kreis der Teilnehmenden verteilt und jede(r) Teilnehmer(in) nimmt sich eine Karte, die ihn/sie anspricht. Die Auswahl kann durch eine fokussierende Frage unterstützt werden, z.B. “Wie geht es dir grade?” oder “Was nimmst Du aus der heutigen Session mit?”.

Optional: Reflektierendes Schreiben auf der Karten-Rückseite

Nun lade ich die Teilnehmenden dazu ein, ihre Reflektion auch in Schriftform fortzusetzen. Je nachdem, wie viel Zeit zur Verfügung steht, sollen sie drei Worte oder einen kurzen Text auf die Rückseite der Karte zu schreiben, der ihre Beziehung zur Karte ausdrückt.

Reihum teilt dann jede(r) Teilnehmende die Erkenntnisse und verweist auf das Bild. Mit eventuellen Rückfragen lassen sich Fragen klären und weitere persönliche Geschichten aufzeigen. Auf diese Weise können die wichtigsten Elemente herausgearbeitet werden. Letztlich kann jede(r) Teilnehmende die gewählte Karte (auch aus der Veranstaltung) mitnehmen – als Erinnerung an das Erlebte und Erlernte. So lässt sich der Übergang aus der Lernerfahrung zur praktischen Realität bereits im Trainingskontext beginnen.